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17.03.2012

Interview Deutsch-Russischer Kurier mit Visitator Msgr. Dr. Hoffmann

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Predigten

Ansprache beim ökum. Gottesdienst am Tag der Heimat in St. Martin-Bilk, Düsseldorf 22.11.2013

Begrüßung und Einführung:

Liebe Schwester und Brüder im Glauben,

ich begrüße Sie alle sehr herzlich zum ökumensischen Gottesdienst, mit dem wir den Tag der Heimat beginnen. In besonderer Weise grüße ich die politischen Vertreter des Hohen Hauses der Landesregierung von Nordrheinwestfahlen.

Beim diesjährigen Tag der Heimat gedenken wir der großen Auswanderung der Deutschen nach Russland vor 250 Jahren. Im Gedenken wollen wir uns erinnern, wir wollen verstehen lernen und danken.

Das Gedenken kann aber die Gegenwart nicht ausschließen, wir wollen auch auf das blicken, was uns in der neuen Heimat gelingt, und auf das, wo Umkehr notwendig ist. Dieser ökum. Gottesdienst steht daher unter dem Thema: „Nehmet einander an“.

Ansprache beim ökum. Gottesdienst am Tag der Heimat in St. Martin-Bilk, Düsseldorf 22.11.2013

Liebe Schwester und Brüder im Glauben,

in diesem Jahr gedenken wir der Auswanderung der Deutschen nach Russland vor 250 Jahren. Beinahe automatisch wird heute der Blick nach hinten gewand, auf die Geschichte der Russlanddeutschen, - und sie muss auch an diesem Tag hervorgehoben werden,
denn diese Geschichte eint uns,
sie ist Teil unserer Identität,
sie hat uns geformt und geprägt.

Die Geschichte dieser Odyssee eint uns. Aber nicht nur sie. In Russland waren wir von Mitmenschen geschätzt und andererseits von den Behörden mit Mißtrauen behandelt, weil wir fleißig, gläubig, tüchtig waren, weil wir große Familien hatten und zusammengehalten haben, weil wir für den Erhalt unserer Kultur und Sprache gekämpft haben, - es waren gerade diese Werte, für die wir geschätzt wurden, an denen man uns erkennen konnte. Diese Werte einen uns auch heute noch.

Wir konnten wieder nach Deutschland zurückkehren. Aber nur die wenigsten konnten beruflich beim erreichten anknüpfen. Ein mühseliger Weg begann, viele mussten sich mit gering bezahlten Jobs abgeben oder fanden überhaupt keine passende Arbeit.

Den Kampf ums Überleben kennen wir, doch in Deutschland hat er nicht zusammengefügt, sondern entzweit und einsam gemacht, Freundschaften zerbrachen, Bei den Treffen genügte manchmal ein scharfes Wort und das Feuer loderte.

Doch konnten wir auch viel Gutes erreichen, Freunde in Kirche und Gesellschaft gewinnen. Viele Landsleute haben die Nähe zu den Parteien gesucht, und beruflich eine beachtliche Kariere hingelegt… .

Aber nicht immer haben wir diese Landsleute unterstützt. Oft waren wir zu vorsichtig, ja mißtrauisch, wenn es um Änderungen in der Landsmannschaft gegangen ist.
Wenn es Verletzungen gegeben hat, waren wir oft ohnmächtig, als dass wir gemeinsam nach Lösungen suchten.

Das muss so nicht bleiben. Wir können es definitiv besser! Ein Grundsatz könnte dabei vor großer Hilfe sein:
Wir müssen mit aller Kraft für unsere Ideale kämpfen, und zwar so, dass wir am Abend mit dem politischen Gegner locker und ziviliesiert noch ein Gläschen Wein trinken können. Also so kämpfen, dass man bei der Sache bleibt und sich nicht verletzt.

Nun haben wir mit Heinrich Zertik den ersten Russlanddeutschen im Bundestag.
Nächstes Jahr ist Europawahl.
Werden wir den ersten Russlanddeutschen im Europaparlament beglückwünschen können?

Wir müssen also einander stützen, denn wir brauchen starke Landsleute in ganz verschiedenen Parteien und Gremien. Wir brauchen starke Menschen für die Schwachen unter uns.

Paulus blickt auf Christus uns sagt seinen Freunden – „Wir müssen als die Starken, die Schwächen derer Tragen, die schwach sind … wir dürfen nicht uns selbst leben. Wir sollen Gutes tun…“ - damit die Menschen Hoffnung haben! Diese Solidarität mit den Schwachen ist unser Auftrag.

Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

ich will nichts verniedlichen, die Arbeit, die vor uns liegt, wird uns ganz fordern, ohne Garantie, dass alles gelingt. Gerade deshalb brauchen wir die Worte Jesu, die Worte des Apostels Paulus auf unserem Weg, heute mehr denn je – als Korrektiv! für unser Leben, damit wir uns einsetzen können für ein besseres, gütigeres und menschlicheres Leben.

Dieser Auftrag Jesu und sein Wort einen uns in dieser Stunde, vielleicht mehr als alles andere, es eint uns mit vielen Menschen in ganz verschiedenen Parteien. Möge Gott uns helfen, im Anderen zuallererst das Gute zu sehen, zu vergeben, wenn wir gekränkt oder verletzt wurden, damit wir gemeinsam für die Schwächeren unter uns dasein können.

Amen