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17.03.2012

Interview Deutsch-Russischer Kurier mit Visitator Msgr. Dr. Hoffmann

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Predigten

Landsmannschaft der Deutschen aus Russland
Totenehrung - Unseren Toten zur Ehre

Zu Beginn: Musik od. Lied

Liebe Landsleute,
Liebe Schwestern und Brüder im Glauben,

wir gedenken heute der Opfer der Großen Deportation von 1941 in Russland, bei der über 300000 unserer Landsleute ihr Leben verloren haben. Diese große Zahl der Opfer ist jedoch keine anonyme Masse - sie alle haben einen Namen, denn es sind unsere Eltern und Großeltern, und Verwandten. Sie waren mennonitische, evangelische und katholische Christen, deren Hoffnung und Kraft der Herr war. Deshalb wollen wir in dieser Stunde, als Zeichen Ihres und unseres Glaubens, die Osterkerze anzünden. Denn nicht der Tod, sondern das Leben hat in Christus gesiegt.

Anzünden der Osterkerze: Zeitzeugen kommen (evtl. in Begleitung) nach vorne und zünden die Osterkerze an. (während dessen meditative Musik)

Totenehrung

(Text in großen Teilen nach dem Wortlaut von Frau Pastorin Irmgard Stoldt bei der Kranzniederlegung in Friedland am Ostermontag 1991.)

Wir Deutschen aus Russland

beklagen heute an diesem gedenkwürdigen Tag unsere Toten, Hunderttausende Brüder und Schwestern, die unter der Willkürherrschaft in Russland und der Sowjetunion leiden und sterben mussten. Wir beklagen all die, deren Geduld grenzenlos und deren Leiden unermesslich war.

Wir trauern um die Tausenden,

(In Witten haben vorher angesprochene Frauen jeweils zu Beginn einer Fürbitte, also zu den Worten „Wir trauern/denken…“ eine dünne orthodoxe Kerze von der Osterkerze angezündet und im Halbkreis um die große Osterkerze aufgestellt. Während der Sprecher die Fürbitten vortrug, spielte im Hintergrund klassische Trauermusik.)

die noch vor der großen Deportation, in den Terrorjahren 1937-38 verhaftet und in Gefängnissen und Lagern erschossen wurden.

Wir denken an die,

die in den Lagern des hohen Nordens, in den Bergwerken des Urals und Sibiriens, in den geheimnisumwitterten Wäldern der Taiga, in den ausgebrannten Sandwüsten Mittelasiens einen qualvollen Hunger- und Schwächetod starben.

Wir denken an die,

die um ihres Glaubens willen als Märtyrer sterben mussten, an die katholischen und evangelischen Geistlichen, an die Kirchenältesten, an die glaubenstreuen Männer und Frauen, die als Blutzeugen ihr Leben lassen mussten.

Wir trauern heute um die über 300.000 Landsleute,

die 1941, bei der großen Deportation nach Sibirien und Zentralasien auf endlosen Irrfahrten in Zügen oder später, ausgesetzt unter freiem Himmel, an Hunger und Kälte starben.

Wir denken an die,

die bei Beginn und während des Zweiten Weltkriegs als Geiseln nur wegen ihrer deutschen Volkszugehörigkeit erschossen wurden.

Wir denken an die Zehntausende,

die in den Arbeitslagern der „Trudarmija“ verhungerten oder in brutaler Weise vernichtet wurden - nie konnten sie wieder zu Frau und Kindern zurückkehren.

Wir gedenken der deutschen Frauen,

die während des Zweiten Weltkrieges, von ihren Männern getrennt, sich für ihre Kinder aufopferten, Sklavenarbeit leisten mussten und von tyrannischen Aufsehern geschlagen und misshandelt wurden, bis sie der Tod von ihrem Elend erlöste.

Wir trauern um die,

die auf dem Fluchtweg vom Warthegau nach Westen erschossen oder von Panzern überfahren wurden.

Wir trauern um die,

die 1945 auf dem Weg von Deutschland in die Wälder des Nordens und nach Sibirien ihren Tod fanden.

Wir gedenken all derer,

die den Zeitpunkt der Wahrheit und der Gerechtigkeit gegenüber der Russlanddeutschen und des Wiedersehens mit der Urheimat ihrer Vorfahren nicht erlebt haben.

Wir wollen nun für einen Augenblick innehalten
und in Stille für unsere Toten beten: STILLE

Leiter/In: Lasst uns nun jenes Gebet beten, dass Jesus uns gegeben hat:

Vater Unser im Himmel, …..

Leiter/In: O, Herr, gib unseren Verstorbenen das ewige Leben.
Alle: Und das ewige Licht leuchte Ihnen.
Leiter/In: Herr, lass Sie ruhen in Frieden.

Amen.

Lied: Chor/Gemeinde

Leiter/In Segensworte: Der Herr segne und behüte euch, der Herr lasse sein Angesicht über euch leuchten und schenke euch seinen Frieden.

Alle: Amen.