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17.03.2012

Interview Deutsch-Russischer Kurier mit Visitator Msgr. Dr. Hoffmann

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Predigten

Ansprache beim Primizgottesdienst von Alexander Depperschmidt, Großmehring, Ingolstadt,

Texte vom 11. So i. JK ©: 1 Sam 12,7-10.13; Gal 2,16.19-21; Luk 7, 36-50.

Lieber Primiziant, Lieber Mitbruder,
Liebe Familie und Freunde des Primizianten,
Liebe Kinder und Jugendliche,
Schwestern und Brüder, hier in der Pfarrei Großmehring,

Das Jahr des Priesters ist vorgestern, am Herz-Jesu Freitag zu Ende gegangen. Nach Rom waren aus diesem Anlass über 10.000 Priester aus aller Welt angereist und feierten mit dem Heiligen Vater einen gemeinsamen Abschlussgottesdienst.

Als vor einem Jahr, das Jahr des Priesters ausgerufen wurde, konnten wir alle nicht ahnen, was in diesen zwölf Monaten alles auf uns einstürzen wird. Rückblickend haben wir alle das Gefühl, diese schlimmen Enthüllungen aus den zurückliegenden Jahrzehnten sollten uns unter anderem wohl auch helfen, Ernst zu machen mit der Besinnung und Erneuerung im priesterlichen Dienst.

Primiz des Neupriesters Alexander Depperschmidt: v. l. Viktor Messmer SJ, Visitator Dr. Alexander Hoffmann, Primiziant Alexander Depperschmidt, Stadtpfarrer Papst, Prof. Dr. Dr. Johannes Hofmann, weiterer befreundeter Priester.

Wir Priester müssen uns neu darauf besinnen, dass zu unserem Dienst Mut und Demut gehören, nicht Angepasstheit und Weltlichkeit, sondern Mut und Demut, und das ganz im Sinne Jesu, der den Mut hatte im Namen Gottes zu handeln und die Demut, sich nicht zu gut zu sein, das Kreuz der Welt zu tragen. Solche Priester werden gebraucht, und sie fehlen überall.

Sie fehlen überall, Denn das Rufen der Menschen in dieser materiell denkenden und geprägten Welt wird immer lauter, die Zahl derer, die unter die Räder kommen, weil sie dem Druck in der Arbeitswelt und in der Gesellschaft nicht mehr standhalten können, wird immer größer.

Und wie viele Menschen haben das Gefühl, dass sie nicht mehr gebraucht werden und überflüssig, ja eine Last sind in dieser Gesellschaft und Welt.

Wir brauchen Priester, die daran erinnern, dass Menschen keine Nummer, keine Ressource, sondern das Gesicht Gottes in der Welt sind. Wir brauchen Priester, die im Namen Gottes Handeln und Reden, Wir brauchen Priester, an denen wir spüren, Gott ist in der Welt, --

Ja, an denen wir spüren, dass Gott in der Welt ist. Paulus hat in der 2. Lesung versucht, das zur Sprache zu bringen, er sagte: „nicht mehr ich lebe, sondern Christus lebt in mir“. Wenn es für unser priesterliches Leben ein Ziel gibt, so dieses, nicht mehr ich, sondern Christus lebt in mir. Freilich werden wir niemals laut darüber reden dürfen, oder gar uns rühmen, wir werden vielmehr tag täglich Gott darum bitten, dass dies in uns Wirklichkeit werde.

Und die Menschen um uns herum werden das spüren, und sie werden für ihren Glauben und ihr Leben Mut und Hoffnung schöpfen. Der Heilige Vater hat das am Freitag in Rom so ausgedrückt: Der Priester hat den Auftrag, die „Welt auf Gott hin aufzureißen und mit ihm zusammen zu fügen“ .

Die Texte vom heutigen Sonntag verweisen aber noch auf einen zweiten sehr wichtigen Auftrag: – Vergebung zuzusprechen! In der ersten und alttestamentlichen Lesung hörten wir, dass der Prophet Natan König David die Vergebung zusagt, sodass dieser weiterleben kann. Im Evangelium hörten wir dann, wie Jesus der weinenden Frau, die seine Füße mit einem kostbaren Öl einsalbt, die Vergebung ihrer Verfehlungen zuspricht, und sie kann wieder leben.

Der Priester hat den edlen Auftrag, anderen Menschen im Namen Gottes Vergebung zuzusprechen, damit sie aufstehen und weitergehen können. Und nur jene Menschen, die selbst einmal bei einem schweren Fehler Vergebung erfahren haben, verstehen das heutige Evangelium, und sie verstehen wie wichtig es für sie war, dass es einen Menschen, einen Priester gegeben hat, der im Auftrag Gottes die Lossprechung gab, und vielleicht auch noch hinzufügte: Gott will, dass du aufstehst, und neu anfängst, hab Mut und geh in Frieden.

Primiz in Großmehring, Ingolstadt

Ein Priester, der diese beiden Aufgaben im Hinterkopf hat, - die Menschen mit Gott in Berührung zu bringen, und ihnen die Vergebung Gottes als Bestärkung und Ermutigung auf ihrem Lebensweg zuzusprechen – dieser Priester wird natürlich bei den Menschen sein, er wird nicht in einer Burg wohnen und aus dem Fenster schauen und sich wundern, dass keiner kommt, nein er wird unterwegs und den Menschen nahe sein, manchmal bei ihnen zu Tisch sein – wie Jesus im Evangelium - und er wird als guter Hirte – heute- die Sorge Gottes um den Menschen praktisch erlebbar machen, die Menschen erfahren lassen, dass Gott sich um sie kümmert.

Das ist unser Dienst, das ist unser Auftrag, zu dem Gott nun auch dich, Lieber Mitbruder durch die Priesterweihe berufen hat. Und sei Dir auf Deinem Lebensweg sicher, Gott lässt Dich mit diesem edlen und schönen Auftrag nicht alleine, ER ist treu und wird Dir nahe bleiben. Halte dich an seinem Wort fest, und Dein Leben wird geheimnisvoll schön sein, nicht ohne Kreuz, aber auch nicht ohne Freude, und mit jedem Schritt, den du im Vertrauen auf Gott wagst, wird Dein Leben an Tiefe gewinnen und Dir das richtige Wort geben, wenn Menschen zu Dir in Not kommen und Dir selbst immer wieder neuen Elan und Kraft geben für Deinen wunderbaren Dienst. Amen.